Jeans für Allergiker: Wenn Jeans Allergien hervorrufen - TC

2022-07-07 13:00:00 / Ratgeber
Jeans für Allergiker: Wenn Jeans Allergien hervorrufen - TC -

Shoppen für Kleidung sollte eigentlich Spaß machen und vor allem bei den verschiedenen Styles, Formen und Farben kann man sich so richtig austoben. Doch leider gestaltet sich dies für Allergiker etwas schwieriger.

Denn kaum haben sie die perfekt sitzende Hose gefunden, fängt es nach ein paar Tagen mit Juckreiz und Rötungen auf der Haut an - eine allergische Reaktion auf Textilien. Neben Heuschnupfen und Lebensmitteln sind Textilien die häufigsten Ursachen für eine Allergie.

Wie du solch eine Allergie erkennst, welche die Auslöser dafür sind und welche Jeans für Allergiker am besten ist, erzählen wir dir im folgenden Artikel.


Kann man allergisch gegen Jeans sein?

Man kann gegen Jeans allergisch sein, weil Materialien wie Nickel, Farbstoffe und Chemikalien verwendet werden. Hierbei handelt es sich um eine Kontaktallergie. Das heißt, dass ein Körper allergisch auf einen bestimmten Stoff reagiert.


Jeans Allergie Symptome - Auslöser für Jeans Neurodermitis

Zu den häufigsten Symptomen für eine Kontaktallergie zählen:

  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Ekzeme
  • Haut Rötungen
  • Pusteln
  • Haut Bläschen

.

Die überwiegenden Auslöser oder Allergene für allergische Reaktionen bei Textilien lassen sich in drei Kategorien unterteilen: 1. Fasern, 2. Materialien, die dem Stoff zugefügt wurden, 3. Bestandteile der Jeanshose.

Die Fasern

Mit den Fasern sind beispielsweise Stoffe aus Wolle oder Rohseide gemeint. Eine Wollallergie äußert sich vor allem durch Juckreiz auf der Haut, tränende Augen und Atemprobleme. Häufig gehöre sogar Schnupfen und Niesanfälle zu den Symptomen.

Bei Stoffen, die aus Seide bestehen, ist der für die allergische Reaktion verantwortliche Auslöser meist der Seidenleim. Hierbei handelt es sich um einen bestimmten Leim, der den Seidenfaden umgibt und verklebt.

Materialien, die dem Stoff zugefügt wurden

Materialien, die dem Jeansstoff im Nachhinein zugefügt wurden, sind überwiegend Chemikalien und Farben. Besonders auffällig bei Textilallergien sind lokal begrenzte Stellen am Körper, an denen die Symptome vorrangig auftreten.

Diese können sich unter anderem an den Armbeugen, Kniekehlen, Leisten, am Hals oder an den Achseln befinden. Auch hier sind vorwiegend Rötungen, Juckreiz und auftretende Bläschen die häufigsten Symptome.

Ebenfalls können Schweiß und Körperwärme dafür sorgen, dass Chemikalien oder Farbstoffe freigesetzt werden und auf die Haut gelangen - dies kann ebenso eine allergische Reaktion auf Textilien hervorbringen.

Farbstoffe werden bei der Kleidung vor allem für Polyamid- und Polyesterfasern verwendet. Werden diese Farbstoffe nicht regelkonform verwendet, kann dies allergische Reaktionen hervorrufen. Beachte auch: Je dunkler die Hose ist, desto mehr Farbstoff wurde verwendet. Personen mit einer Farbstoffallergie sollten aus diesem Grund auf dunkelblaue oder schwarze Textilien möglichst verzichten.


Bestandteile der Jeanshose

Bestandteile der Jeanshose sind beispielsweise Knöpfe und Reißverschlüsse. Diese enthalten größtenteils Nickel, was eine Allergie verursachen kann.

Eine Allergie gegen Nickel zeigt sich vor allem in Form von Juckreiz, Brennen an der Kontaktstelle, Rötungen, aber auch Schwellungen und nässende Bläschen.


Allergie gegen Textilien: Tipps und Tricks für die richtige Kleidung

Einer der wichtigsten Tipps bei Allergien ist: Textilien vor Gebrauch waschen! Am besten mehrmals. Es kann nämlich sein, dass Chemikalienreste von der Produktion zurückbleiben, die wiederum Allergien veranlassen können.

Eine weitere Empfehlung für Personen mit einer Allergie gegen Textilien ist besonders der Griff zu nachhaltiger Mode. Kleidung, die aus Bio Textilien hergestellt wurde, verursacht nachweislich weniger Allergien und wird kontrollierter hergestellt. Die meisten Länder, in denen Kleidung wie Jeanshosen hergestellt werden, haben oftmals keine Kontrollen auf Schadstoffe oder Chemikalien.

Aus dem Grund kommt es bei Menschen, die Hosen aus diesen Ländern tragen, vermehrt zu Allergien als bei denen, die nur unter kontrollierten Bedingungen hergestellte Jeans tragen. In Deutschland zum Beispiel wird vermehrt kontrolliert, ob auf die neuesten Standards, den sogenannten GOTS (Global Organic Textile Standard) geachtet wird. Berücksichtige also bei deinem Kauf vor allem, dass die Textilien in Deutschland hergestellt wurden.

Außerdem gilt beim Kauf von Kleidung: Billig ist nicht besser! Gerade Personen mit einer empfindlichen Haut sollten keine Billigware kaufen. Im Laufe der Jahre wurde der Markt von Kleidung mit Bio Materialien immer weiter ausgebaut. Sogar in Deutschland gibt es mittlerweile Läden, die extra Textilien mit hautverträglicher Bio-Baumwolle herstellen und verkaufen.

Achte zusätzlich auf das richtige Waschmittel. Verwende bei auftretenden Problemen entweder weniger von deinem bisherigen Waschmittel oder kaufe dir ein allergikerfreundliches Waschmittel, das frei von Duftstoffen ist.

Weitere Tipps zur richtigen Kleidung oder worauf du achten solltest, kann dir sicherlich dein Hausarzt nach einem positiven Epikutantest geben.

Test für Polyamid Allergiker - auf Allergien testen lassen

Hast du einen Ausschlag oder Juckreiz auf der Haut, nachdem du eine neue Jeanshose gekauft hast? Dann solltest du eventuell darüber nachdenken, bei deinem Hausarzt einen Allergietest machen zu lassen. Hierbei wird meist ein Epikutantest vollzogen, der extra für das Testen von Kontaktallergien ausgelegt ist.

Bei dem Test werden dir verschiedene Stoffe auf die Haut aufgetragen. Deine Haut reagiert dann auf die unterschiedlichen Stoffe, womit schließlich ermittelt wird, gegen welche Substanz du allergisch bist.

Die richtigen Jeans für Allergiker sind nicht immer leicht zu finden, doch mit den nötigen Tricks kannst auch du dein nächstes Shopping Erlebnis genießen.


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